Luxendurance
Ben De Bondt Zweiter nach sechs Stunden

Luxemburger Endurance-Meisterschaft Juni 2017

In der Aufstellung zum zweiten Lauf des RL-Cups Nürburgring, der gleichzeitig ein Lauf zur Luxemburger Endurance Meisterschaft ist, ging es etwas turbulent zu. Kurz bevor die Startfahrer der 51 Teams ihren Platz, der gemäβ dem Le-Mans Start erfolgte, aufsuchen sollten, setzte ein feiner Nieselregen ein und im Nu war der Asphalt nass.

Einige Fahrer versuchten noch eine Startverschiebung zu erwirken um auf Regenreifen zu wechseln, doch die Rennleitung hielt sich an die Zeitvorgabe. So kam es, dass gleich nach der Startrunde das Gros des Feldes seine Box aufsuchte und dann beim jeweiligen Team ein Fahrer, der schon auf Regenreifen gewechselt hatte, ins Rennen ging.

BayLux-Endurance um seinen Startfahrer Ben De Bondt (Yamaha R1) rutschte gleich von Startplatz fünf auf den zehnten Rang ab. Bei Mark Bori (Aprilia RSV4) und Marc Engelmann (BMW S1000RR) blieb der Startfahrer Ulrich Nagel (D) sechs Runden auf Slicks drauβen und rutschte so von 14 auf 34 ab.

Im Laufe des Sechs-Stunden Rennens - die GP-Strecke des Nürburgrings war schnell wieder abgetrocknet - kämpften De Bondt und die Deutschen Jan Firmenich und Daniel Kitsch sich kontinuierlich nach vorne und lagen in der Rennhälfte auf P5. Bis zum Zielstrich stiegen sie dann noch auf den dritten Platz hoch.

Auch bei Bori, Engelmann und Nagel ging es stetig nach vorne, sodass sie als Elfte abgewinkt wurden, am Ende trennten sie lediglich 0,478’’ von Platz zehn. Der mit Luxemburger Lizenz startende Belgier Francis Löfgen (Yamaha R1 RN 19) wurde Gesamt-Vierzehnter. Das Trio Jeff Etienne (seine Honda CBR 1000RR musste frühzeitig wegen technischer Probleme abgestellt werden), Romain Debras (Yamaha YZF R1) und Christophe Wilmes (Kawasaki ZX 6R 636 ABS), für den es die Rennpremiere war, wurde 34.

Pascal Moscato, Claude Kayser und Bill Kemp (alle Honda CBR 600RR) vom Team Cracking Mechanics zeigten sich mit ihren Supersport-Bikes zufrieden über Rang 39.

Dabei war das Bike von Kemp wegen eines Kühlerschadens frühzeitig ausgefallen und dem Trio standen nur mehr zwei Maschinen zur Verfügung.

Für eine ungewöhnliche Strategie hatten sich Dario Ballanti (MV Agusta F4 1000R), Tom Klose (BMW S1000RR) und Bruno Sousa Duarte (Suzuki GSX-R 750) entschieden. Nach der ersten Rennrunde warteten sie geduldig den Regen ab und fuhren erst weiter, als der Asphalt trocken war, am Ende wurde es P43.

Wegen eines Regelverstoβes - es gab Ungereimtheiten wegen des Transponders in der Startphase - wurde das Trio Dominic Schmitter, Thomas Hainthaler und Jörg Dawen vom zweiten Schlussrang um acht Plätze rückversetzt, sodass De Bondt, Firmenich und Kitsch Zweite wurden. Der Sieg ging an Stefan Schmidt, Patrick Schnitzer und Timo Gieseler (D/alle BMW S 1000RR).

Text & Fotos : Romain Heckemanns